Digital Workplace Trends – Erwartungen an den „Arbeitsplatz der Zukunft“

Digital Workplace Trends – Was erwarten Mitarbeiter vom „Arbeitsplatz der Zukunft“?

Haben Sie sich mal gefragt, wie Ihre Mitarbeiter die Digitalisierung erleben? Arbeitsplätze haben sich schon immer weiterentwickelt – unter dem Stichwort „Arbeitsplatz der Zukunft“ gilt es jetzt, sich an das gestiegene Tempo der digitalen Transformation anzupassen – um möglichst effizientes Arbeiten zu ermöglichen sowie Mitarbeiter zu binden. Zu den zentralen Themen des Arbeitsplatzes der Zukunft gehören Mobilität und Flexibilität, neue Arbeitszeitmodelle, ständige Verfügbarkeit von Informationen und neue Formen der Zusammenarbeit.

Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität –  mit flexiblen Arbeitszeitmodelle und Arbeiten aus dem Home Office oder von unterwegs sollen Beruf und Privatleben einfacher vereinbar werden. Zusätzlich soll die Arbeit durch die ständige Verfügbarkeit sämtlicher Informationen und die Unterstützung intelligenter Applikationen erleichtert werden.

Das Problem ist jedoch, dass wir von diesem Stand noch weit entfernt sind. Es gibt eine Vielzahl von Hürden, die von den Unternehmen überwunden werden müssen. Eine aktuelle Studie von IDG Research Services zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft zeigt die Komplexität und Vielfältigkeit der Anforderungen auf, die bei der Erschaffung zukunftsfähiger Organisationen und Arbeitsplätze zu berücksichtigen sind.

Die Highlights aus den 1.500 Interviews und mehreren Round Tables sind hier zusammengefasst. Befragt wurden ausschließlich Unternehmen, die sich mit der Digitalisierung und dem „Arbeitsplatz der Zukunft“ beschäftigen. Für diese Unternehmen ist die Digitalisierung des Arbeitsplatzes hoch zentral und wurde nach der IT-Sicherheit am häufigsten als ein wichtiges Thema genannt. Die befragten Mitarbeiter sehen das anders – die Entwicklung hin zum Arbeitsplatz der Zukunft wird von ihnen als noch nicht sehr weit fortgeschritten eingestuft.

 

Was versteht man unter dem Arbeitsplatz der Zukunft?

Es wird vom „digitalen Arbeitsplatz“, vom „Arbeitsplatz der Zukunft“ gesprochen. Eine einheitliche Definition für den Arbeitsplatz der Zukunft findet man nicht. Jedoch ist klar – der digitale Arbeitsplatz ist Dreh- und Angelpunkt jeder Digitalisierungsstrategie, so Matthias Teichmann, Leiter Marktforschung IDG Research Services.

Der Arbeitsplatz der Zukunft stellt kein Ziel dar, sondern ist als Oberbegriff einer tief greifenden Veränderung im Unternehmen zu verstehen. Um diese zu realisieren müssen sich nicht nur die Arbeitsmodelle und die technologische Basis verändern, sondern auch die Unternehmenskultur.

Was genau verstehen Unternehmen und Mitarbeiter unter dem Begriff „Arbeitsplatz der Zukunft“? Unternehmen nennen an erster Stelle „Mobilität und Technologie“ als wichtige Säulen des Digitalen Arbeitsplatzes. Das Bewusstsein über die Wünsche der Mitarbeiter nach flexiblen Arbeitszeiten und -orten besteht. Gleichzeitig erkennen die Unternehmen die Notwendigkeit zur Integration räumlich getrennter, nach Bedarf zusammengestellter Teams. Fast zwei Drittel aller befragten Unternehmen verfolgt bereits eine Strategie zur Umsetzung neuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte.

Mitarbeiter verstehen unter dem Arbeitsplatz der Zukunft ebenfalls das Home- und Remote-Arbeiten und Mobilität sowie die verstärkte Nutzung der technischen Möglichkeiten – die Grundvoraussetzung für den Ausbruch aus den traditionellen Arbeitsmodellen.

Themenkomplex Arbeitsplatz der Zukunft
Top Nennungen: Themenkomplex Arbeitsplatz der Zukunft; Daten: IDG Research Services: Arbeitsplatz der Zukunft (2017), Eigene Darstellung

 

Wichtige Erkenntnisse der Studie

Der aktuelle Stand

Die vorliegende Studie zeigt, dass die Unternehmen die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung der Arbeitsplätze erkannt haben. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen haben bereits damit begonnen – auf die eine oder andere Art. Die Mitarbeiter erkennen ebenfalls die vielen Vorteile, die sich aus dem Arbeitsplatz der Zukunft ergeben können.

Wichtig ist, dass die Arbeitnehmer in die Entwicklung mit eingebunden werden und ihre Anforderungen nennen können. Aktuell ist jeder vierte Mitarbeiter mit der IT und der technischen Ausstattung seines Arbeitsplatzes wenig bis gar nicht zufrieden. Stabile, verlässliche und nutzbare IT-Systeme sind jedoch das Minimum, das Unternehmen ihren Angestellten anbieten müssen. Besonders frustrierend beleibt vielmals der unzureichende Zugriff von Außerhalb sowie umständliche Wege der Zusammenarbeit.  

Tools zur Kollaboration

Die Zusammenarbeit der Mitarbeiter wird bereits in den meisten Unternehmen durch verschiedene Tools unterstützt. Natürlich sind es nicht immer die optimalen Tools für jede Aufgabe und jeden Arbeitsplatz. Generell besteht große Unsicherheit darüber, in wieweit es den individuell ausgerichteter Arbeitsplatz der Zukunft mit gleichzeitig möglichst weitreichender Standardisierung geben wird.

Das Thema Zusammenarbeit bleibt wichtig und der Bedarf an geeigneten Tools zur effizienten Arbeit ist groß. Die Studie erfasst die Tools, die bereits verwendet werden und wie der Bedarf an diesen Tools seitens Unternehmen und Mitarbeiter eingeschätzt wird.

Während der Spitzenreiter der Collaboration Tools die Telefonkonferenz bleibt, wir diese von beiden Seiten als deutlich weniger nützlich als andere Tools eingeschätzt. Unter den Mitarbeitern erhält sie den niedrigsten Wert in Punkto Nützlichkeit für den Arbeitsalltag, obwohl sie gleichzeitig den höchsten Wert in der aktuellen Benutzung erhält. Collaboration Tools - Studie Arbeitsplatz der Zukunft

Collaboration Tools Arbeitsplatz der Zukunft; Daten: IDG Research Services: Arbeitsplatz der Zukunft (2017), Eigene Darstellung

Flexibilität und Netzwerk – weg von „nine to five“

Was die flexible Zeiteinteilung angeht, so ist man sich einig – Frauen und Männer, Jung und Alt, das traditionelle Arbeitszeitmodell hat aus Sicht der Mitarbeiter ausgedient. Die Work-Life Balance ist das wichtigste Entscheidungskriterium eines Mitarbeiters für einen Arbeitgeber (bei gleichem Gehalt). Erst anschließend wurden „ortsunabhängiges Arbeiten“, „Mehr Teamwork, Teamentscheidungen, flache Hierarchien“ sowie „Exzellente IT-Ausstattung mit mobilen Endgeräten und schneller Netzanbindung“ genannt.

Mögliche Schattenseiten des Arbeitsplatz der Zukunft

Unternehmen und Mitarbeitern befürchten gleichermaßen die Folgen der starken Abhängigkeit von IT und Internetverbindung. Gleich danach kommen Ängste vor der permanenten Verfügbarkeit als Erwartungshaltung, weniger Freizeit („Selbstausbeutung“) sowie die Überwachung durch neue Technologie dazu. Die Befürchtungen der Mitarbeiter sollten durch eine umfassendere Kommunikation abgebaut werden – bisher befragt und informiert jedoch nur jedes dritte Unternehmen seine Mitarbeiter.

 

Ziele und Herausforderungen der Unternehmen

Unternehmensziele Arbeitsplatz der Zukunft
Unternehmensziele Arbeitsplatz der Zukunft; Daten: IDG Research Services: Arbeitsplatz der Zukunft (2017), Eigene Darstellung

 

Die Ziele der Unternehmen überraschen nicht – am häufigsten wurden die Steigerung der Flexibilität und Produktivität genannt. Doch vor welchen konkreten Herausforderungen entstehen die Unternehmen im Zuge der Digitalisierung der Arbeitsplätze?

Ein wichtiger Punkt bleibt, der unterschiedliche technische Wissensstand, auf dem die Mitarbeiter in den Unternehmen sind. Diejenigen, die auch privat verschiedene Tools nutzen, Daten in der Cloud speichern, ständige Verfügbarkeit sowie schnelle Internetverbindungen gewohnt sind, erwarten dies auch am Arbeitsplatz. In den Unternehmen sind bis zu vier Generationen tätig. Damit ist eine generationsübergreifende Digitalisierung der Arbeitswelt gefragt. Um die verschiedenen Generationen an den digitalen Arbeitsplatz heranzuführen bedarf es Komplexitätsverringerungen an allen Stellen, aber auch den Willen der Mitarbeiter, selbst aus dem bestehenden Arbeitsmodell und Arbeitsweise auszubrechen. Anreize, geschaffen durch die Veränderungen in der Unternehmenskultur, unterstützen dabei.

Auch die organisatorischen Baustellen, vor denen die Unternehmen stehen, sind vielzählig. Die Schritte zum Arbeitsplatz der Zukunft sind in der Umsetzung ein schwieriges, teures und langwieriges Unterfangen, in den alle Unternehmensbereiche einbezogen werden müssen.

Die IT-Infrastruktur bildet die Grundlage für den Arbeitsplatz der Zukunft. Die IT wird vor viele Herausforderungen gestellt – man rechnet mit noch größerer Komplexität der Aufgaben und der Infrastruktur. Es ist klar, dass der Arbeitsplatz der Zukunft auch den Bedarf an Servern, Speichern und Netzwerken erhöht. Hinzu kommt der wachsende Bedarf Automatisierung und Synchronisierung.

Datensicherheit, IT-Security und Safety – Sicherheit ist ein zentrales Thema (siehe Grafik) und die Nennungen der Studienteilnehmer lassen die Ängste im Zusammenhang mit dem Wandel zum Arbeitsplatz der Zukunft erkennen.

Vorreiter-Unternehmen aus der Studie sind hier zu deutlich mehr Investitionen bereit. Bislang ist die Mehrheit der Unternehmen unschlüssig, wie der Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft bestritten werden soll. Doch – mit dem Fortschritt des Unternehmens auf dem Weg dorthin steigt auch die Quote der Berater-Einsätze.

 

Technische Herausforderungen Arbeitsplatz der Zukunft
Technische Herausforderungen Arbeitsplatz der Zukunft; Daten: IDG Research Services: Arbeitsplatz der Zukunft (2017), Eigene Darstellung

 

Arbeitsplatz der Zukunft und JAEMACOM

Arbeitnehmer sehen sowohl die Vorteile als auch Nachteile des „Arbeitsplatz der Zukunft“. Die Mehrheit sieht die Entwicklung dorthin jedoch positiv.

Auch die Unternehmen sind bestrebt, die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben. Jedoch halten viele Unternehmen an alten Methoden und Technologien fest. Es fällt schwer, die notwendigen Anpassungen umzusetzen. Dazu gehört auch, die IT nicht als notwendiges Übel, sondern als zentralen Unternehmensbereich und bedeutend für den Erfolg des Unternehmens auf lange Sicht anzusehen.

Uns begegnet der Arbeitsplatz der Zukunft derzeit vor allem in drei Bereichen – IT-Security, IT-Automatisierung und Cloud-Transformation der Rechenzentren. Dabei arbeiten wir mit unseren Kunden an Fragen wie den folgenden:

  • Wie müssen IT-Zugriffskonzepte in einem Zeitalter von HomeOffice und mobilen Endgeräten angepasst werden, um den Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz gerecht zu werden? 
  • Wie lassen sich Self-Service-Angebote für Mitarbeiter und Fachbereiche realisieren und in die bestehenden IT-Prozesse integrieren? 
  • Wo betreiben wir zukünftig unsere Standard-Arbeitsplätze und welche Auswirkungen hat das auf bestehende IT-Infrastrukturen? 

IT-Security – Umdenken bei der Sicherheit

Mit dem Arbeitsplatz der Zukunft werden deutlich mehr Freiräume in der Arbeitswelt geschaffen. Flexibilität und absolute Abschottung sind schwer vereinbar. Die Neuausrichtung der IT-Security ist eine Hürde, vor der zahlreiche Unternehmen aktuell stehen. Wir beraten unsere Kunden individuell zu zielgerichteten Vorgehensweisen der passenden IT-Sicherheitskonzepte.

IT-Automatisierung – Kein Digitalisierungsprojekt ohne IT-Automatisierung

Das Thema IT-Automatisierung wird immer wichtiger für unsere Kunden. Während der Automatisierungsgrad in Produktion, Verwaltung und Logistik in Deutschland heute schon bis zu 90% erreicht, liegt er bei IT-Rechenzentren mittlerer Größe gerade einmal bei 25-45%. Wir beraten Sie umfassend über die Automatisierungsmöglichkeiten in Ihren Projekten.

Cloud-Transformation der Rechenzentren

Die digitale Transformation verändert auch das klassische Rechenzentrum grundlegend. Cloud-basierte Services vereinfachen die Implementierung und den Betrieb von Lösungen wie virtuellen Anwendungen und Desktops oder Mobility-Management-Lösungen. Als unabhängiger Cloud-Berater erarbeiten wir für unsere Kunden individuelle Lösungen für eine wirtschaftlich und technisch optimale Cloud-Strategie.

 

Details zur Studie

  • Studien Durchführung: IDG Research Services
  • Herausgeber: COMPUTERWOCHE, CIO, TecChannel und ChannelPartner
  • Gesamtstichprobe: 1.519 qualifizierte Interviews (Unternehmenssicht: 1.075, Arbeitnehmersicht: 444)
  • Grundgesamtheiten: Oberste Verantwortliche von Unternehmen in der D-A-C-H-Region: strategische (IT-)Entscheider im C-Level-Bereich
    und in den Fachbereichen (LoBs), IT-Entscheider und IT-Spezialisten aus dem IT-Bereich und Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen
  • Methode: Online-Umfrage (CAWI)
  • Untersuchungszeitraum: Juni 2017

 

Ansprechpartner


Kathrin Franck
Geschäftsführerin

T: 030 - 233 292 333

kathrin.franck@jaemacom.de
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